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Liebe Besucher unserer Internetseite!
Liebe Mitglieder und Freunde der Rheingauer Heimatforscher!

 

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die „Gesellschaft zur Förderung der Rheingauer Heimatforschung e.V.“ vor, ihre Aufgaben, Ziele und Aktivitäten. Termine der aktuellen Veranstaltungen und Rückblicke auf Veranstaltungen, die wir in der Vergangenheit durchgeführt haben („Presse-Echo“).

 

Vor allem aber möchten wir Sie auf die Rubrik „Publikationen“ aufmerksam machen, wo der  bleibende Ertrag der forschenden Beschäftigung mit der Geschichte und Kultur des Rheingaus und seiner Nachbargebiete festgehalten ist in Gestalt der Aufsätze in unserer Zeitschrift RHEINGAU FORUM und in den RHEINGAUISCHEn HEIMATBLÄTTERn wie auch in den RHEINGAUER HEIMATBRIEFn, die vom ehemaligen Rheingaukreis herausgegeben worden sind.

 

Bitte folgen Sie den entsprechenden Links zu den von Ihnen gesuchten Themen.


Der Rheingau

von Dr. Manfred Laufs

 

Als Rheingau bezeichnet man seit dem frühen Mittelalter (Erstnennung 772) den rund 45 km langen und 8 km breiten fruchtbaren Landstrich am Südhang des Taunusgebirges vom Rheinbogen bei Wiesbaden über Rüdesheim, wo der Strom seine alte Fließrichtung nach Norden wieder einschlägt, bis nach Lorchhausen im Oberen Mittelrheintal. Im Norden wurde das Land Jahrhunderte lang begrenzt und geschützt durch das „Gebück“, eine 2 m hohe und bis zu 15 m breite natürliche Landwehr aus gekappten und „niedergebogenen“ jungen Bäumen, zwischen die man Brombeeren und Dornensträucher pflanzte. Durch die Höhen vor kühlen Nordwinden geschützt, ist dieser Gegend bei ergiebiger Sonnenbestrahlung und geringen Niederschlägen das mildeste Klima Deutschlands beschieden, sodass hier die Weine, vornehmlich der Riesling, zu höchster Feinheit und Vollendung heranreifen. Die Schönheit der Rheingauer Landschaft entdeckten J. W. v. Goethe, der sich gerne „ins übermäßig schöne Rheingau“ fahren ließ, der Mainzer Geschichtsprofessor Niclas Vogt (+ 1836), Romantiker wie Clemens und Bettine Brentano sowie der Graf Karl Maximilian von Ostein (+ 1809), der in Geisenheim in seinem Palais lebte.

 

In der berühmten Veroneser Schenkungsurkunde von 983 übertrug Kaiser Otto II. wichtige Hoheitsrechte im Rheingau an den Mainzer Erzbischof Willigis. Seitdem gehörte der Rheingau über 800 Jahre zum Territorium von Kurmainz. Daher zeigen noch heute die ältesten Orte des Rheingaus das Mainzer Doppelrad in ihren Siegeln und Wappen. 1803 wurde der Rheingau zu Nassau geschlagen und mit diesem Herzogtum 1866 preußisch, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er hessisch. Seit 1977 gehört der Rheingau zum Rheingau-Taunus-Kreis mit der Kreisstadt Bad Schwalbach und zum Regierungsbezirk Darmstadt.