Neuerscheinungen

Hinweise auf Bücher über den Rheingau, seine Siedlungen und Menschen

 

Kloster Eberbach im Nationalsozialismus

Sebastian Koch

Kloster Eberbach im Nationalsozialismus
Rundgang zu Wohnhäusern, Synagogenplatz und jüdischem Friedhof
Hrsg.: Stiftung Kloster Eberbach; Verlag: Brandes & Aspel

2019

 

Cover Koch / Eberbach

 

Über die Geschichte Eberbachs in der NS-Zeit ist bisher relativ wenig geforscht worden. Kloster Eberbach, heute von der gemeinnützigen Stiftung Kloster Eberbach unterhalten, hat sich nun in einem Forschungsprojekt der Auseinandersetzung mit diesem Teil seiner Geschichte zugewandt, indem der Historiker Dr. Sebastian Koch mit der Aufarbeitung der NS-Zeit beauftragt wurde. Ergebnis ist eine wissenschaftliche Studie, die nun als Buch vorliegt. Es fragt nach der Rolle Eberbachs u. a. bei der Arisierung des Weinhandels, dem Einsatz von Kriegsgefangenen in den Weinbergen und den Aktivitäten des Widerstandes. Nicht jede Erkenntnis fügt sich dabei ohne weiteres in das bisherige Bild von der NS-Zeit.
Der Autor stammt aus Paderborn und lebt in Fulda. Seine Promotion hatte die Geschichte der chilenischen Flüchtlinge in der DDR zum Thema.
(M. L.)


Paul Dahlen - Maler im Welterbe Mittelrheintal

Georg Breitwieser

Paul Dahlen - Maler im Welterbe Mittelrheintal

Werkverzeichnis Malerei und Grafik
Hrsg.: Georg Breitwieser; Wisperverlag

Lorch am Rhein, 2019

 

Cover Breitwieser / Dahlen

 

Als privater Sammler hat sich Georg Breitwieser schon früh auf wenige Künstler konzentriert, darunter auf das vielfältige Werk des Malers und Grafikers Paul Dahlen. Breitwiesers Dahlen-Sammlung geriet so umfangreich, dass der Heimat- und Kulturverein Lorch sie bereits 2013 mit einen fünfteiligen Ausstellungszyklus im Museum der Stadt Lorch präsentieren konnte.
Eine andere private Dahlen-Sammlung wurde 2004 vom Museum der polnischen Stadt Koszalin angekauft. Sie enthält vorwiegend Motive aus dem seinerzeitigen Hinterpommern, wo sich Paul Dahlen zwischen 1904 und 1919 häufig aufhielt. Eine Auswahl daraus, ergänzt mit Dahlen-Werken aus der Breitwieser-Sammlung, stellte das Koszalin-Museum 2015 aus.
Der am 12.01.1881 in Karlsruhe geborene Paul Dahlen wuchs überwiegend in Geisenheim auf, wo sein in Lorch geborener Vater Heinrich Wilhelm Dahlen die Lehr- und Forschungsanstalt für Obst- und Weinbau leitete, und besuchte dann das Gymnasium in Wiesbaden.
Zu den Stationen der künstlerischen Ausbildung Paul Dahlens gehören die Kunstgewerbeschulen in Wiesbaden und Karlsruhe sowie die Hochschule für bildende Künste in Karlsruhe, wo ihn – nach Studienjahren bei Prof. Ludwig Schmidt-Reutte – Wilhelm Trübner in seine Meisterklasse aufnahm.

Nach diversen Studienreisen lebte Dahlen ab 1919 (wieder) in Wiesbaden, wo er auch viele Jahre im Vorstand des Nassauischen Kunstvereins wirkte. Paul Dahlen starb 1954 in Wiesbaden und hinterließ ein umfangreiches Werk, das nun von Georg Breitwieser erstmals in Gä̈nze vorgestellt wird.
Obwohl damit rund 600 Arbeiten Paul Dahlens erfasst sind, kann der Autor, wie er selbst schreibt, keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Deutlich wird aber, dass Paul Dahlen weit mehr als der "Rheinmaler" oder der "Blumendahlen" gewesen ist, wie er zuweilen in der hiesigen Region bezeichnet wird. Informationen zu Dahlens Vita und ein umfangreicher Anhang unterstreichen dies.

H. Ujma


Die Judenpolitik der Mainzer Erzbischöfe

Werner Marzi

Die Judenpolitik der Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten
von Adolf II. von Nassau bis Anselm von Ingelheim 1461–1695.

Unter Mitarbeit von Ulrich Hausmann.

Hrsg. von Hans Berkessel, Michael Matheus und Kai-Michael Sprenger.

Mainz 2018; ISBN 978- 3-945751-41-1

 

Cover Marzi Judenpolitik

 

Nach seiner 1999 publizierten Dissertation über die "Judentoleranz im Territorialstaat der Frühen Neuzeit" (Grafschaft Nassau-Wiesbaden-Idstein und Fürstentum Usingen) hat sich Werner Marzi nun mit der Geschichte der Mainzer Juden in der Frühen Neuzeit beschäftigt. In seiner Arbeit geht es um die Judenpolitik der jeweiligen Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten.

Als Ergebnis seiner Recherchen ergibt sich ein Bild zwischen Förderung und Verfolgung der Mainzer Juden (Repression und Toleranz). Dass die Kurmainzer Judenpolitik relativ liberal gewesen sei und unter dem Krummstab gut zu leben war, treffe in dieser Allgemeinheit nur bedingt und phasenweise zu. Wesentlich nuancierter ist Marzis Aussage, dass die Juden in Kurmainz über befriedigende Erwerbsmöglichkeiten verfügten, die aber nur den Handel und das Kreditgeschäft betrafen, Wein- und Ackerbau durften sie nur für den Eigenbedarf betreiben. Sogar der "Rheinische Salomo", Kurfürst Johann Philipp von Schönborn, verfolgte eine widersprüchliche Judenpolitik. Waren ihm Juden nach dem Dreißigjährigen Krieg beim Landesaufbau willkommene Zuwanderer, so ließ er 1662 für die Mainzer Juden gleichzeitig ein Ghetto einrichten.

Der Judenschutz war ein landesherrliches Privileg, für das die Juden zu zahlen hatten. Eine übergreifende, allgemeinverbindliche Judenordnung entstand im Mainzer Kurstaat zu keiner Zeit. In Kriegszeiten wurden die Juden in der Regel finanziell stärker belastet als ihre christlichen Mit- bewohner. So ergibt sich ein durchaus ambivalentes Bild vom Leben der Juden in Kurmainz. Mitunter mischten sich die Mainzer Erzbischöfe sogar in innerreligiöse Belange der jüdischen Gemeinde ein. Insgesamt war es den Juden jedoch möglich, ihre Religion ungehindert auszuüben.

Für die Geschichte der Rheingauer Juden im Kurmainzer Rheingau ist das Werk von Bedeutung: So wurden z. B. die Rheingauer Juden durch die Judenordnung Kurfürst Albrechts 1537 als verfasste Landjudenschaft anerkannt. Als 1662 die Zahl der Juden in Mainz stark begrenzt wurde, siedelten viele Juden in andere Gebiete des Kurstaates, wie z.B. den Rheingau, über. Eigentlich kann erst ab dieser Zeit von einer kontinuierlichen jüdischen Ansiedlung im Rheingau gesprochen werden.

Für seine Darstellung hat Marzi in vielen Archiven geforscht, in denen Kurmainzer Archivalien zu finden sind, und die einschlägige Fachliteratur zu dem Thema ausgewertet. Deshalb ist eine Kenntnis des Buches für den Fachhistoriker unabdingbar, während auch der interessierte Laie mancherlei Wissen aus ihm schöpfen kann. Besonders interessant sind die systematischen Kapitel, die z. B. den Aufbau und das Funktionieren des Mainzer Kurstaates betreffen, sowie das chronologische als auch systematische Resümee am Ende des Bandes. Hier ist ebenfalls das von Ulrich Hausmann geschriebene Kapitel über die Siedlungsgeschichte der Mainzer Juden zu nennen. Lehrreich sind nicht zuletzt die zahlreichen in den Text eingearbeiteten Abbildungen, Tabellen und Karten. Hier macht sich der ehemalige Didaktiker bemerkbar. Der abgedruckte Forschungsstand dürfte wieder eher den Fachhistoriker interessieren. Das Verzeichnis der Quellen und Literatur umfasst 25 Seiten (!) und regt zur weiteren Recherche an. Sehr hilfreich ist für den Interessierten auch ein Personen- und Orts verzeichnis.
W. K. Hell


Carl Remigus Fresenius und sein Laboratorium

Leo Gros

Carl Remigius Fresenius (1818–1897) und sein Laboratorium

Hrsg. Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V., Schriften zur Weingeschichte Nr. 195 und
Nassauischer Verein für Naturkunde. Jahrbücher, Sonderband 5, 144 Seiten

Wiesbaden 2018

 

Cover Gros Fresenius

 

Während Leo Gros' Beitrag in vorliegendem Heft einen Extrakt bezüglich weinbaulicher Be- lange im Rheingau des 19.Jahrhunderts darstellt, befasst sich die weitaus umfangreichere Schrift desselben Verfassers mit dem Werdegang von Carl Remigius Fresenius und seinem überaus folgenreichen Wirken. Der Untertitel lenkt allerdings den Blick auf den weinhistorischen Wissensdurst der Leser. Dank der klar konturierten Unterteilung in sechs Schwerpunkte, wie sie bereits das Inhaltsverzeichnis aufzeigt, können auch punktuelle Interessen rasch befriedigt werden.
Neben den biographischen Angaben anlässlich des zweihundertsten Geburtstags des Laborgründers im Jahr 2018 werden die weinspezifischen Auswirkungen seiner Tätigkeit, aus dem Laboratorium hervorgegangene Arbeiten zur Wein- und Agrikultur sowie zur Bedeutung des Weines im Leben des Jubilars selbst äußerst anschaulich vermittelt. Eine lesefreundliche Legierung von fachlicher Kompetenz des Chemieprofessors und dessen Gabe sprachlich griffiger Darlegung. Den im FORUM-Beitrag kurz erwähnten heimischen Schülern des Chemischen Laboratoriums (Fritz Geromont, Weinlabor Vogel) widmet der Verfasser hier nähere Ausführungen.
G. Becker


Eltviller Villen und Adelshöfe an der Rheingauer Riviera

Helga Simon

Eltviller Villen und Adelshöfe an der Rheingauer Riviera

Selbstverlag, 223 Seiten ISBN-Nr. 978-3-00- 061391-3

Eltville 2018

 

Cover Simon Eltviller Villen

 

Auch in ihrem neuen Buch schreibt Helga Simon in einem flüssigen und fesseln- den Stil Geschichte, die in dieser Detailliertheit in keinem Geschichts- buch zu finden ist; denn sie hat die Hintergrundinformationen und Einzelheiten selbst in jahrzehntelanger Kleinarbeit zusammengetragen. Als Eltviller Stadtarchivarin und Rheingauer Heimatforscherin hat sie Dokumente und Zeitungsmeldungen durchforstet und Zeitzeugen befragt, die ihr eigene und überlieferte Erinnerungen erzählten. Einige Villenbesitzer und Adelsfamilien gewährten ihr Einblick in ihre Häuser und deren Geschichte, die sie auch als Gästeführerin und Referentin bei ihren Führungen und Vorträgen vorgestellt hat, und immer neue Einzelheiten kamen währenddessen dazu.
In mehr als 30 Kapiteln geht sie auf Villen und Adelshöfe, ihre Geschichte, Erbauer, Bewohner und Besucher ein. Um Architektur geht es nur am Rande. Dafür verweist sie auf die Denkmaltopographie des Rheingau-Taunus-Kreises. Während sich die Geschichte der Adelshöfe über mehrere Jahr- hunderte erstreckt, beginnt die Geschichte der Villen erst im 19. Jahrhundert. Schier überwältigend ist in vielen Fällen die Aufzählung und Beschreibung der verschiedenen Villenbesitzer – ihr Reichtum, ihre sozialen Wohltaten, gelungenen Biogra- phien, tragischen Schicksale und mancher Skandal.
Den Adelshöfen setzt die Autorin ein einmaliges Denkmal, denn einige davon gibt es nicht mehr, andere sind noch sehr gut erhalten, aber nicht mehr in adeligem Besitz. Gelungen ist ihr auch, den Glanz, den die Bewohner der prächtigen Villen und Gärten mitbrachten, in ihrem Buch zu konservieren. Die Villenbesitzer zahlten reichlich Steuern, spendeten für Arme, vergaben lukrative Aufträge, von denen Handwerker, Kaufleute und Tagelöhner profitierten, bis die "sorglose" Zeit durch den Ersten Weltkrieg und die darauffolgende Inflation ein vorläufiges Ende fand und nach den beiden Weltkriegen fortgesetzt wurde, wenn auch meist in weniger üppiger Weise.
Die beschriebenen Häuser und Höfe sind zu einem großen Teil noch erhalten. Das Buch ist eine empfehlenswerte Lektüre und ein Nachschlagewerk für alle, die in die Geschichte dieser Anwesen eintauchen möchten.
Ch. Kaddar


Politische Konflikte eines Unpolitischen

Maria Halbritter

Politische Konflikte eines Unpolitischen –
Anton Halbritter 1896–1954. Vom Sanitäter zum Seelsorger in Kriegs- und Krisenzeiten

Ralf Schuster Verlag

Passau 2018

 

Cover Halbritter / Halbritter

 

Maria Halbritter hat über den Onkel ihres Mannes, Anton Halbritter, eine Dissertation vorgelegt, die den Titel "Poltische Konflikte eines Unpolitischen" trägt. Als Chorregent in Kiedrich erwarb sich Halbritter bleibende Verdienste um die Tradition des Gregorianischen Chorals im Mainzer Dialekt. Problematisch gestaltete sich sein Verhältnis als Seelsorger des Eichbergs zu den nationalsozialistischen Machthabern, aber auch zum Bischöflichen Ordinariat in Limburg, das lange ein Auskommen mit den Nationalsozialisten anstrebte und Halbritter nur zögerlich in seinem Kampf unterstütze.
Maria Halbritter ist eine überzeugende Biographie zum Wirken eines Rheingauer Landgeist- lichen in schwieriger Zeit gelungen, die sehr lesenswert ist und hoffentlich im Rheingau auch bei dem historisch interessierten Publikum Anklang findet.
W. K. Hell


Nikolaus Gompe von Rauenthal

Hermann Otto Geißler

Nicolaus Gompe von Rauenthal – Reformator in Südnassau
Rauenthaler Geschichte(n) Band 7. Hrsg. Katholische Pfarrgemeinde Rauenthal

2018

 

Cover Gompe v. Rauenthal

 

Unter der Ägide von Thomas Weinert wurden zwischen 2000 und 2018 bisher in der Reihe "Rauenthaler Geschichte(n)" sieben (leider noch nicht sehr bekannte) Bändchen veröffentlicht. Darin wurden Sagen, historische Tagebücher, Ansichtskarten, Zeitungsausschnitte und historische Abhandlungen aufgenommen.

Der jüngste Band des evangelischen Pfarrers Hermann Otto Geißler beschäftigt sich mit dem aus Rauenthal stammenden Reformator Gompe (1523 oder 1524–1594), der in Südnassau in der Reformation eine bedeutende Rolle spielte. So entwarf er zum Beispiel eine Kirchenordnung für die Grafschaft Nassau-Wiesbaden. Die Darstellung Geißlers versteht sich als bescheidener Beitrag zum Reformationsjahr 2017.

Geißler wählt für seine Darstellung die Ich-Erzählung. Dies dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass die Quellenlage zu Gompe nur sehr schmal ist ("Er war ja kein Mann, der der Nachwelt viel Information über sich und seine Wirksamkeit hinterlassen hat.") So kommt der Verfasser auch nicht weit über die Erkenntnisse hinaus, wie sie im "Wiesbaden Lexikon" und in einem Aufsatz des Rezensenten vorgetragen wurden, auch wenn Geißler die einschlägige Literatur kennt. Angenehm klar ist die Sprache des Autors, sodass auch ein nicht vorgebildeter Personenkreis der Darstellung folgen kann.

Die Bauern des Rheingaus waren – anders als behauptet – zum überwiegenden Teil nicht die Eigentümer, sondern Pächter oder Erbpächter ihrer Felder und Weinberge. Dies und einige kleinere sprachliche Fehler schmä̈lern nicht das Verdienst dieser Abhandlung.

Es ist Thomas Weinert nicht genug zu danken, dass er immer wieder Personen und Episoden aus der Geschichte "ausgräbt" und dem historisch interessierten Publikum bekannt macht. Alle Bändchen der Reihe, die von Thomas Weinert initiiert und betreut wurden, sind im Büro des Kirchortes Rauenthal erhältlich.

W. K. Hell


Persönlichkeiten aus Oestrich-Winkel

Walter K. Hell
Persönlichkeiten aus Oestrich-Winkel
2017

 

Cover Hell Oestrich-Winkel

 

Die Geschichte Oestrich-Winkels ist reich an historischen Persönlichkeiten, über deren Leben und Wirken zum Teil nur wenig bekannt ist. Walter Hell stellt zwanzig Persönlichkeiten aus zwölf Jahrhunderten in sorgfältig recherchierten Porträts vor und nimmt so den Leser mit auf eine informative spannende Reise durch die Geschichte der ehemals vier selbstständigen Stadtteile Winkel, Mittelheim, Oestrich und Hallgarten. Um nur einige interessante Persönlichkeiten zu nennen: Die
Reihe beginnt mit dem um 780 geborenen Mainzer Erzbischof Rabanus Maurus, dem Wohltäter von Oestrich und Winkel in einer Hungersnot. Es folgen die Altrheingauer Familie Hell und die aus Belgien stammende Familie Geromont. Johann Georg Herber, der Kämpfer für den Verfassungsstaat, und der Dichter des Deutschlandliedes Hoffmann von Fallersleben mit seinen republikanischen Freunden in Oestrich-Winkel werden vorgestellt, ferner die Sektpioniere Bernhard und Philipp Karl Hoehl sowie Adolf Lehne, der Pionier der Färbemittel und des Patentwesens. Auch Winkeler Geistliche aus der Zeit des Nationalsozialismus wie der Limburger Generalvikar Mathias Göbel und der Dekan Bernhard Eufinger werden gewürdigt. Dank des umfangreichen Quellenstudiums kann Walter Hell mit vielen unbekannten Details aufwarten. Kein Leser wird das Buch deshalb so schnell aus der Hand legen.

(ML)


Barocke Kartenkunst am Mittelrhein

Hartmut Heinemann
Barocke Kartenkunst am Mittelrhein –
Der Rheingauer Landmesser Andreas Trauttner (1702-1782) und sein Werk

2017

In jeder Buchhandlung für 48,00 EUR. zu erhalten.

 

Cover Heinemann / Trautner

 

Der Reichtum barocker Kartenmalerei entfaltet sich in diesem Band in seiner ganzen Fülle. Neben dem optischen Genuss sind plastische Landschaftsbilder, realitätsgetreue Ortsansichten und markante Flurdenkmale eine Fundgrube für die historische und kulturgeschichtliche Forschung im Rheingau und am Mittelrhein.
Andreas Trauttner wohnte in Rüdesheim in der Hahnengasse und war zwischen 1740 und 1780 als Geometer und Kartenzeichner unermüdlich tätig. Seine Fähigkeit, die Vermessungsergebnisse in anschauliche und repräsentative Kartenbilder umzusetzen, verschaffte ihm Aufträge weit außerhalb der heimischen Region. Großformatige Prachtkarten der Rheingau-Orte, der Rheingauer Wälder mit dem Gebück, der Eberbacher Klosterhöfe beiderseits des Rheins, ferner Karten von Bingen und der Nahegegend umschreiben Trauttners Schaffensradius. Zu den Auftraggebern zählten das Erzstift Mainz und das Domkapitel, der Pfälzer Kurfürst, geistliche Institutionen wie Kloster Eberbach und mittelrheinische Adelsfamilien. Mit seinen Karten schuf Andreas Trauttner barocke Kunstwerke von großem ästhetischem Reiz. In Verbindung mit seiner schriftkünstlerischen Begabung und der Beherrschung der Wap- penmalerei sind meisterhafte Gesamtkompositionen entstanden.

Trauttners Werk sucht nach Umfang und Qualität weit über den Mittelrhein hinaus seinesgleichen. Es ist als Glücksfall anzusehen, dass rund 80 Karten und Atlanten bis heute erhalten sind, die der Autor – als Historiker und Archivar seit langem in diesem Raum tätig – nach intensiver Forschung aus öffentlichen Archiven, Adelsarchiven und aus Privatbesitz zusammengetragen hat.

In dem vorliegenden Bild- und Textband werden erstmals sämtliche Werke Trauttners in großformatiger Wiedergabe präsentiert. Detailvergrößerungen lenken den Blick auf die barocke Schmuckfreude und exakte Beobachtungsgabe des Kartenkünstlers. Auch der naturräumliche Wandel der Landschaft und die wirtschaftlichen Verhältnisse werden erkennbar, so etwa im Bereich von Weinbau und Rheinschifffahrt. Die Karten sind thematisch gruppiert und werden mit begleitendem Text in ihrem landeshistorischen Zusammenhang kommentiert. Ein topographisches Register erschließt den Band.

Nun schlägt die Stunde des Heimatforschers, der sich jetzt intensiv mit dieser wunderbaren Quelle beschäftigen und sie auswerten kann. Sie ermuntert etwa zu der Fragestellung, wie sich Kontinuität und Wandel in den vergangenen 200 Jahren in der Landschaft des Rheingaus beobachten lassen. Wie haben sich Wegeverläufe verändert, und wie hat sich die Nutzung der Flur gewandelt. Veränderungen in der Besiedlung sind zu beobachten. Auch gar manches Flurdenkmal und Wegekreuz ist zu entdecken usw.
Kurz: Trauttners Werk gibt die Gelegenheit, dass man seine unmittelbare Umgebung in ihrer lebendigen Entwicklung besser versteht und als kostbares Gut schätzen und lieben lernt.

(ML)

 


Steinreiches Weltkulturerbe – Geologie für Mittelrhein-Freunde

Eberhard Kümmerle                                                                                            

Steinreiches Weltkulturerbe – Geologie für Mittelrhein-Freunde

(Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde, Sonderband 4)

2017, 118 zahlreiche Abb., 12 EUR

ISBN 978-3-9809749-4-3.

Bestellbar über webmaster@naturkunde-online.de oder über den örtlichen Buchhandel.

 

Der Martinsthaler Geologe Dr. Eberhard Kümmerle hat einen Geologie-Führer für Mittelrhein-Freunde geschrieben, der dazu einlädt, die Landschaft zu entdecken und besser zu „verstehen“. „Der überwältigende Formenschatz der Mittelrheinlandschaft begeistert bis zum heutigen Tag die Besucher. Im Mittelrheinprofil erschließen sich die Gesteine wie in einem geologischen Archiv“, schreibt der Autor im Vorwort. Weiter heißt es dort: „Man kann das Material in Händen halten, aus dem die Bildhauerin Natur die gesegnete Landschaft gestaltet hat. Man muss die Steine nur kennen.“

„Was die Geologie des Gebietes Rheingau betrifft, so ist sie mit der des Mittelrheins vielfach verknüpft“, schreibt Kümmerle. „Ganze Gesteinsformationen der Erdneuzeit sind beiden Gebieten gemeinsam.“ Er hat sein Buch in 16 Kapitel aufgeteilt, die Titel tragen, wie „Zusammenstöße verändern die Welt“, „Vulkane im Taunus?“ „Von Bodenschätzen, Schächten und Stollen“ oder „Dem Rheingold auf der Fährte“. Das Buch ist reich an Illustrationen und Fotografien. Damit verbindet der Autor seine erklärte Absicht, weniger mit dem „Geologenhammer“ als mit dem Auge dem Werden der Landschaft nachzuspüren. Dennoch kommen geowissenschaftlich interessierte Leserinnen und Leser voll auf ihre Kosten und finden außerdem im angehängten Literaturverzeichnis weiterführende Empfehlungen.

Auf lehrreiche und unterhaltsame Weise führt der Autor durch Jahrmillionen im Mittelrheintal. Das Oligozän z. B. beschreibt Kümmerle als Zeit tropisch-subtropischen Klimas mit Palmen, Magnolien, Zimtbaum vor 34 bis 23 Millionen und reicher Tierwelt. Aus dieser Zeit stammen Reste der vegetarisch lebenden Seekuh, die zusammen mit Austern und Korallen in den marinen Sanden von Hallgarten und am Rochusberg gefunden wurden.

Als ältestes Gestein am Mittelrhein mit mehr als 412 Millionen Jahren zeigt der Verfasser  in Wort und Bild die Felsklippen der Kraus-Aue im Rhein zwischen Bingen und Rüdesheim. Sie bestehen aus Keratophyr, einer grauen Grundmasse aus Quarz, Feldspat und Glimmer. Millionen Jahre später wurden tonige und sandige Schichten abgelagert. Die dabei entstandenen bunten Schiefer sind graugrün durch Chlorit und Serizit oder violett-rot durch Eisenoxid. Die rötlichen Schiefer finden sich bei Kloster Eberbach, bei Marienthal und am Assmannshäuser Höllenberg. „Man sagt, mit den roten Schiefern habe die Natur schon angezeigt, wo Rotwein gedeiht“, schreibt Kümmerle.    (Chr. Kaddar)


Kiedrich im Rheingau

 

Werner Kremer

Kiedrich im Rheingau

Begleiter zum individuellen Rundgang

in der Basilica minor St. Valentinus und Dionysius

Hrsg. Kirchenbau-Verein Kiedrich e. V.

Kiedrich 2017

4,00 EUR

„Man muss sich dieser Stätte in Ehrfurcht nähern. Hier ist wirklich das Haus Gottes, das Tor des Himmels“  (Genesis 28-17)

Mit diesen Bibelversen lädt die Pfarrei St. Peter und Paul zu einem ausführlichen Besuch der Kirche ein. Und dazu hat der z. Zt. wohl beste Kenner aller baulichen Feinheiten und Ausstattungselemente der spätgotischen Kirche Werner Kremer einen handlichen Begleiter verfasst und bildlich überaus reich ausgestattet. So fühlt sich der Besucher gleichsam an die Hand genommen zu einem „individuellen Rundgang“. Dank der überaus reichhaltigen bildlichen Ausstattung kann der Besucher wirklich jedes der knapp, aber präzise beschriebenen, zuweilen etwas versteckten Objekte finden. Hilfreich bei der Orientierung ist auch der übersichtlich gestaltete ausfaltbare Grundrissplan am Schluss der Schrift, der eine Auswahl der 105 Objekt-Nummern enthält und einen Laufweg mit acht Besichtigungspositionen vorschlägt. „Setzen Sie sich in eine Bank. Lassen Sie den Raum auf sich wirken“, empfiehlt der Verfasser. „Sie sind in einem Gotteshaus, dem Himmel auf Erden.“ Und nun vertieft er sich mit dem Besucher in die zahllosen Kleinodien, die dieses Gotteshaus schmücken. Es ist ein wahrer Lehrgang zum entdeckenden Hinsehen! Selbstverständlich werden die „Großobjekte“, wie die Altäre, die Epitaphien, der Lettner, das historische Laiengestühl und das Mittelschiffgewölbe behandelt, oder es wird auf die im Anhang aufgeführte Spezialliteratur verwiesen, die z.T. am Verkaufstisch in der Kirche erhältlich ist. Neu und erhellend aber ist das Auffinden und Identifizieren der meist übersehenen kleinen Objekte, wie die Wand- und Lettner-Skulpturen, die Gewölbekonsolen und Schlusssteine, die Wappenschilde der Kirchenbaumeister und die Steinmetzzeichen an Sandsteinflächen der Gewölbe, Säulen, Wände und Maßwerke. „Die Steinmetzzeichen sind in der Kiedricher Basilika in einer beeindruckenden Vielzahl von 109 unterschiedlichen Zeichen an 598 Positionen vorhanden“, schreibt der Verfasser. Diese wurden von ihm in der Zeit von 2013 bis 2016 während der Innenrenovierung erstmalig erfasst. Eine Leistung, auf die Werner Kremer mit Recht stolz sein kann!

Alles in allem ist das schöne handliche „Vade mecum“ eine präzise, hochkonzentrierte, mit geradezu asketischer Sprachdisziplin verfasste Informationsschrift, die dem an gründlicher Kenntnis interessierten Besucher der Kiedricher Basilika nachdrücklich empfohlen sei. (ML)


Lob der sauren Trauben

Elmar M. Lorey
Lob der sauren Trauben

VERJUS - AGREST - AGRESTO
Das Gewürz aus dem Weinberg
in der Geschichte der Kochkunst

BoD Norderstedt 2017
ISBN: 978-3-7431-8968-3
544 Seiten 22,50 EUR

(www.elmar-lorey.de)

 

Der bisher älteste „Erzeugernachweis“ für den „Verjus“ stammt aus dem Rheingau und führt in die Anfangszeit von Kloster Eberbach. Umfassend und unterhaltsam führt der Autor durch die Entwicklung der „lieblichen Säure“ vom anerkannten Heilmittel zum Geschmackserlebnis in der modernen Kochkunst, es ist zugleich eine Reise durch die Kulturgeschichte der Kochkunst und des Weinbaus. Eine wechselvolle Biografie, in der Köche und Könige, Kardinäle und Dichter, Ärzte und Apotheker eine Rolle spielten. Weitere Mitspieler: Klima und Katastrophen, Handel und Technologie, Politik, Zeitgeist und Sprache - eben das ganze Personal der Kulturgeschichte. Einst hochgeschätzt in Apotheke und Küche, dann fast vergessen, wird der sanft-saure Saft weltweit gerade wiederentdeckt. Gewonnen aus grünen unreifen Trauben (jus vert), ist er längst in der Spitzenküche angekommen, und die junge Kochgeneration verwendet ihn zur Verfeinerung aller Speisen: von Suppen, Salaten, Gemüse, Fleisch, Fisch bis zum Dessert. Verjus ist die milde, bekömmlichere Alternative zum Essig. Er ist in der Lage, das Aromenspektrum einer Speise zu intensivieren, und Weinkenner schätzen an ihm, dass seine Säure den Genuss nuancenreicher Weine nicht beeinträchtigt. Mit feinperligem Mineralwasser gemischt, ergibt er ein erfrischendes alkoholfreies Getränk. Noch im 19. Jahrhundert erschienen Kochbücher mit hundert und mehr Verjus-Rezepten. Elmar M. Lorey wohnt in Walluf. Im Rahmen unserer Vorträge hat er 2010 dieses Thema in Rüdesheim behandelt, verbunden mit einer Kostprobe des Verjus. (ML)


Die Mainzer Zeit des Rheingaus

 

Die Mainzer Zeit des Rheingaus

Herausgeber:
Stefan Schmitz

Druck:
gzm-Grafisches Zentrum Mainz

Verlag und Redaktion:
Agentur & Verlag Bonewitz

ISBN 978-3-9813999-5-0
Preis 16,80 €


Die Mainzer Zeit des Rheingaus

Kurfürstliche Vergangenheit - Von Willigis bis Napoleon

Der Mainzer Autor Dr. Matthias Dietz-Lenssen geht in dem vorliegenden Buch den Fragen nach, in welchen Strukturen sich der Herrschaftsanspruch der Erzbi­schöfe im Rheingau manifestiert hat, wie das dortige Leben „unter dem (bischöf­lichen) Krummstab" wirklich war und welche Burgen, Klöster und Schlösser heute noch an die gemeinsamen 820 Jahre erinnern.
Historisch gesehen war der Rheingau, spätestens seit der sogenannten „Verone-ser Schenkung" im Jahr 983, wie auch zahlreiche Gebiete im heutigen Rheinhessen, praktisch territorialer Bestandteil des Erzstifts Mainz. Aber auch schon vorher gab es zahlreiche Beziehungen der Hauptstadt zur anderen Rheinseite. Der Fluss teilte nicht - er war Bindeglied und Verkehrsweg zwischen den beiden Regionen bis das ehemals stolze Kurfürstentum bei der „Neuaufteilung Europas" auf dem Wiener Kongress zerstückelt und verschachert wurde. Rheinhessen kam zum Großherzog­tum Hessen-Darmstadt, der Rheingau wurde schließlich ein Teil der neugeschaf­fenen preußischen Provinz Hessen-Nassau.


Aach Gude




Dem Rheingauer Dialekt auf der Spur

Rheingauer Wörterbuch von
Peter-Michael Eulberg.
ISBN: 978-3-9808825-0-7 ASS Verlag GbR.

 

Der frühere Staatsanwalt (Jahrgang 1945) stammt aus Assmannshausen und wohnt in Eltville. In seinen ersten Lebensjahren hat er als „nativer Dialektsprecher" nur Dialekt gehört, wuchs praktisch hochdeutsch­frei auf - in der Großfamilie: acht Erwachsene, sechs Kinder. „Das erste Hochdeutsch habe ich vom Volksschullehrer gehört; der war Flüchtling." Im Laufe der Zeit wurden Sprachen und ihr Verhältnis untereinander zu einer Liebhaberei.

Nach umfassenden Vorarbeiten ist ein Werk entstanden, das mit zahlrei­chen Dialektwörtern und einer tabellarischen Hilfe zur Aussprache um­gangssprachlicher Wörter mehr ist als nur ein Wörterbuch: Ein solider Überblick über unsere Heimat mit ihrer Sprache und einigen historischen Zusammenhängen, bei dem mit augenzwinkerndem Humor auch die Le­sefreude nicht zu kurz kommt.

Wie Prof. Dr. Leo Gros in seinem Vorwort sagt: Nit nur for Haargeloffene!


Unser Rheingau

Unser Rheingau. Einhundertfünfzig Jahre Zeitgeschichte. Hrsg. von der Rheingauer Volksbank. Eltville 2012, 193 S., über 200 Abb. Für Kunden erhältlich als Jubiläumsgeschenk bei der Rheingauer Volksbank.



Die Rheingauer Volksbank nimmt ihr 150-jäh­riges Bestehen zum Anlass, den Rheingau in 60 Einzelbeiträgen in seiner Vielfalt in einem groß­formatigen Bild- und Textbuch lebendig vor dem Leser auszubreiten. Geworden ist aus diesem Pro-jekt eine mit viel En­gagement und großer Freude an zahllosen Details gestaltete Liebeserklärung an den Rheingau. Nach einem einleitenden Blick in die eigene „Firmengeschichte" wird in sechs Un­terkapiteln (Region, Mensch, Wirtschaft, Wein, Kultur, Geschichte) ein Feuerwerk an interessanten Themen gezün­det. Selbst einem Kenner des Rheingaus dürfte es schwerfallen, Aspekte des gegenwärtigen Rhein­gaus aufzuspüren, die nicht berücksichtigt worden wären. Diese umfassende thematische Fülle ist sicherlich der Volksbank-Mitarbeiterin Katharina Keßeier zu danken, die für die redaktionelle Arbeit verantwortlich zeichnete. Sehr ansprechend wirkt auch, dass man offensichtlich bemüht gewesen ist, jeweils Autoren zu Wort kommen zu lassen, die unmittelbar in das Geschehen eingebunden sind, bzw. selbst in den dargestellten Orten leben. Um wenigstens einen Eindruck von der Themenfülle zu geben, seien einige Stichworte genannt: Für die Region: das Gebück, die Abtei St. Hildegard; für den Menschen: die Mundart und das St. Vin-cenzstift in Aulhausen; für die Wirtschaft: Werner Elektrotechnik und der Tourismus; für den Wein: die Sektkellereien und das Weinbauamt; für die Kultur: der Rheingauer Dom und das Rheingau Musik Festival und für die Geschichte: der Oestricher Kran und das Brentanohaus in Winkel.

Eine lohnende Lektüre für alle Freunde des Rheingaus, die sich an seiner Schönheit und Le­bendigkeit erfreuen und aktiv daran teilhaben möchten.

Manfred Laufs


Mainz

Angela Pfotenhauer - Elmar Lixenfeld: Mainz. Bonn 2012. 144 S., rund 250 Fotos (Monumente editionen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz); Paperback: ISBN 978-3-86795-056-5 - 14,80 Euro; Festeinband: ISBN 978-3-86795-055-8 -19,80 Euro

 

Ein Lese- und Bildband für alle, die über Mainz mehr erfahren wollen. Rund 250 eigens für dieses Buch aufgenommene Fotos zeigen die alte kurfürstliche Resi­denz- und Domstadt Mainz von einer be­sonderen Seite. Elmar Lixenfeld setzt ins Bild, was selbst für viele Mainzer in neuer Perspektive erscheint und erst recht für Au­ßenstehende oft sehr überraschend ist.

Im Text verknüpft Angela Pfotenhauer hi­storische Orte mit Perspektiven auf die leben­dige Stadt im Wandel, sie vermittelt Aspekte der Denkmalpflege und der städtebaulichen Entwick­lung. Neben den bekannten Identifikationsbauten der Alt- und Neustadt streift dieses Buch auch die Mainzer Vororte. Dort finden sich anschauliche Beispiele, wo sich die Stadt oder private Initiati­ven für die Erhaltung und Nutzung von Denkma­len einsetzen.

Das Buch besticht durch die sehr persönliche Sicht und Urteilsfreudigkeit der erfahrenen Auto­rin und Denkmalpflegerin, die dem Leser den Ein­druck zu vermitteln versteht, dass er den allerneu-esten Stand der städtebaulichen Diskussion erfährt in Verbindung mit den wichtigsten stadtgeschicht­lichen Hintergründen.


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